In ihren Theaterinszenierungen sowie in ihrem zeitgenössischem Rezitationsentwurf verortet Tomma Galonska das Medium Gesprochene Sprache im ästhetischen Diskurs der Gegenwartskunst. Die menschliche Stimme, das komplexeste Ausdrucksmittel, das wir haben, wird für eine moderne theatrale Darbietungsform neu hinterfragt. In Analogie zu Malerei, Neuen Medien und Neuer Musik lässt Galonska im Sprechakt die ganze Bandbreite vom kognitiv-realistischen Dialog, über die subjektiv-emotionale Verlautbarung, bis hin zu einem in die Abstraktion geführten Sprachausdruck ausloten. Das Publikum wird eingetaucht in ein Erfahrungsfeld, das die Komplexität der Sinnschichten und Sinnverstrebungen einer Textvorlage unmittelbar erlebbar werden lässt.


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AKTUELL


NEWS1313

Ein Langzeitprojekt ...

NEWS 13:13 beschäftigt sich mit dem ältesten Nachrichteninstrument, das wir kennen: Der menschlichen Stimme. Dazu werden Sprachkonzepte verschiedener Kulturen untersucht.
Stimmlich erzeugte Informationen, die technisch nicht generierbar und nicht übertragbar sind, bilden den Kern von ‚Rauminstallationen für sich äußernde Subjekte‘.
Es ist ein Langzeitprojekt, bei dem zu unterschiedlichen Orten und Anlässen Präsentationen entwickelt werden.


...zur performativen Sprache.

Mein Ausgangsmaterial sind überlieferte Texte unterschiedlicher Herkunft, mein Arbeitsmaterial immaterielle und köpereigene Werkzeuge, mit denen ich sie bearbeite. Ich begebe mich in den Raum zwischen einem vorgegebenen Textkorpus und seiner Übersetzung ins Stimmliche. Es ist für mich ein offener Raum. Ein scheinbar kleiner Bereich, der aber keine Grenzen kennt. Ich verwende unterschiedliche Techniken, um Worte in Klangkörper zu verwandeln. Neben rhetorischen und musikalischen, nutze ich vor allem Vertonungssysteme des Körpers. Bewegungsabläufe und Körpertonalitäten leiten dann meine Intonation und erzeugen fragile, lebendige Klangfigurationen, durch die der Sinn des Textes unmittelbar und unvorhersehbar zu uns spricht.
Diese Sprechakte sind nicht notierbar, komponieren lassen sich nur die Parameter, die diese Artikulationen hervorbringen. Es entsteht eine performative Sprache, die mit dem Beziehungsgeflecht zwischen Körper und Verstand, Raum und Energie, Psyche und Klang spielt.

Eine Einbindung von musikalischen und choreographischen Elementen ist Bestandteil der Gesamtkompositionen, die in kleinen, intimen Formaten, aber auch im großen Raum konzipiert werden können. Akustische Verstärker kommen je nach Bedarf zum Einsatz.

Präsentationen in Vorbereitung